Baby- und Musikgarten-Kurse der Musikwerkstatt

 

 

 

Eltern möchten das Beste für ihre Kinder und sind daher bestrebt, deren Entwicklung optimal zu fördern. Doch ab welchem Alter und wodurch kann dies wirkungsvoll geschehen?

Eine große Chance bietet der Baby-Kurs im Rahmen des Musikgartens in der Musikwerkstatt Tettnang und im Pfarrsaal Nonnenhorn.

 

An der wöchentlichen Musikstunde (Dauer: 35Min.), die in Form des Gruppenunterrichts stattfindet, nehmen das Baby und seine Bezugsperson teil. Dabei leitet die Lehrerin Monika Varga die Bezugsperson zu musikalischen Aktivitäten an, in die das Baby voll einbezogen wird, ohne es zu überfordern. Der Ablauf der Musikstunde stützt sich auf das Entwicklungskonzept für Babys im Alter von wenigen Monaten, das ein Team von Psychologen und Musikerziehern um die Pädagoginnen Lora Lutz Heyge (USA) und Evemarie Müller (BRD) erarbeitet hat. Damit wird die frühestmögliche Altersgruppe in den Musikgarten eingeführt.

 

Oft gefragt: Ist es denn überhaupt sinnvoll, Kinder solchen Alters an gezielten musikalischen Aktivitäten zu beteiligen?

Durchaus: Die neurowissenschaftlichen Forschungen der letzten ca. 15 Jahre haben die Bedeutung der Musik für die gesamte Entwicklung des Kindes klarer als jemals zuvor nachgewiesen. Von Geburt an nimmt der Säugling alle Eindrücke und Impulse auf und verarbeitet sie auf unbewusster Ebene. Dabei ist hervorzuheben, dass Vernetzungen im Gehirn früher stattfinden und der Sinn für Sprache und mathematische Zusammenhänge im späteren Leben umfassender ausgebildet wird, wenn schon das Baby mit Musik heranwächst. Somit beschränken sich die Auswirkungen des Musikprogramms nicht auf den musikalischen Bereich, sondern es wird vielmehr die ganzheitliche Entwicklung des Kindes wesentlich gefördert.

Die Lehrkraft bietet den mit ihren Babys an der Musikgartenstunde teilnehmenden Bezugspersonen musikalische Spiele an, auf die der Säugling entsprechend reagiert und die zum Aufbau von Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit führen. Diese Spiele sind auf einen engen Kontakt zwischen Bezugspersonen und Baby ausgerichtet. Das Kind spürt die Bewegungen des Wiegens und Tanzens, und seine zunächst unabsichtlichen motorischen Erwiderungen entwickeln sich in Folge der Stimulierung seiner Sinne zu bewussten, gezielten und wiederholten Bewegungsmotiven.

Zur Körpererfahrung kommt die Sensibilisierung der Hörwahrnehmung hinzu. Das Baby hört die mit den Bewegungsvorgängen verbundene instrumentale Musik und die gesungenen Lieder. Es spürt den Grundschlag und es erlebt Rhythmus und Melodie. Nach einiger Zeit wird es über Laute und Stimmklänge kommunizieren und versuchen, die gehörten Klänge selbst zu formen und nachzuahmen. Damit wird eine Grundlage für das gleichzeitige Element des Singens und Sprechens geschaffen.

Die Musikstunde wird ausgewogen gestaltet durch Wiederholungen, die dem Baby helfen, Eindrücke richtig einzuordnen und wiederzuerkennen. Hinzu kommen neue Klangerlebnisse und Spiele, die die Sinne des Kindes in ihrer Entwicklung weiter fördern. Um die Wirksamkeit der in der Stunde durchgeführten Aktivitäten voll auszunutzen, ist es vorteilhaft, wenn die Bezugsperson während der Woche diese Spiele mit dem Baby immer wieder durchführt. Die bisherigen Erfahrungen im Babygarten lehren außerdem, dass sich oft auch ältere Geschwisterkinder gerne in diese Abläufe einbeziehen lassen und alle beteiligten Familienangehörigen somit gemeinsam Freude an der Musik erleben.